Richtig Saunieren – so geht’s

Gerade Sauna-Anfänger fragen sich, wie man richtig sauniert. Schließlich möchte man nicht durch Fehler aus Unwissenheit seiner Gesundheit schaden oder bei den anderen Saunagästen negativ auffallen.

Richtig Saunieren ist gar nicht so schwer, wenn man ein paar Grundregeln beachtet und auf seinen eigenen Körper hört.

Oberstes Gebot: Körperreinigung

Vor dem Saunabad ist Hygiene das oberste Gebot, nicht nur, um die Mitsaunierenden vor üblen Körpergerüchen zu bewahren. Das Abduschen und Abseifen vor der Sauna entfernt zudem Körpertalg. Das ist wichtig, damit sich die Poren der Haut in der Sauna gut öffnen können. Zugestopfte Poren behindern das Schwitzen.

Was braucht man zum richtigen Saunieren?

Die meisten Sauna-Anlagen in Deutschland gelten als textilfrei, das heißt, hier wird in der Sauna keinerlei Kleidung getragen. Außerhalb der Sauna – also im Aufenthaltsbereich, in der Gastronomie oder im Ruheraum, ist eine Bedeckung des Körpers jedoch meist erwünscht. Man sollte also auf jeden Fall einen Bademantel mitbringen. In manchen Sauna-Anlagen kann man jedoch auch Bademäntel gegen Gebühr ausleihen. Scheut man zu Anfang, sich in aller Blöße zu zeigen, so kann man sich mit einem Saunatuch oder einem Saunakilt bedecken – das ist zwar nicht ganz üblich, wird jedoch dies meist toleriert, schließlich soll sich jeder wohl fühlen.

Mindestens ein, besser zwei große Badetücher - oder im Idealfall spezielle Saunatücher, die gross genug sind, damit man sich auch einmal der Länge nach hinlegen kann - werden benötigt. Zum Abtrocknen sollte man sich ein weiteres Handtuch mitnehmen. Außerdem: Badelatschen und ausreichend Zeit!

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Nicht übertreiben

Zahlreiche Sauna-Typen stehen nun zur Auswahl. Hat man noch keinerlei Sauna-Erfahrungen, sollte man es nicht übertreiben und Saunen wählen, deren Temperatur nicht zu hoch ist, z. B. das Sanarium (etwa 60 °C).

Der klassische Sauna-Aufguss

In jeder Sauna-Anlage werden Sauna-Aufgüsse abgehalten, eine beliebte Zeremonie, die durch zusätzliche Stimulationen (Duftaromen) und kurzzeitige Erhöhung der Luftfeuchtigkeit durch aufgegossenes Wasser, ein besonderes Erlebnis ist. Die Temperatur steigt während eines Aufgusses eigentlich nicht nennenswert an, jedoch empfindet man dies so, da durch die höhere Luftfeuchte und der Tatsache, dass Wasser Wärme besser leitet als Luft, subjektiv mehr Wärme wahrgenommen wird.

Anfängern und empfindlichen Personen wird daher geraten, bei einem Aufguss die untere oder mittlere Etage zum Sitzen zu wählen – und wenn genug Platz in der Sauna ist, sich auch hinzulegen. Warum?

Wärme steigt nach oben, deshalb ist es in der Sauna direkt unter der Decke am heißesten, am Fußboden am kühlsten. Sitz man, befindet sich der Kopf in einer heißeren Zone als die Füße, im Liegen befindet sich der gesamte Körper in einer Wärmeschicht. Das ist für den Blutkreislauf schonender. Aufpassen muss man allerdings beim Aufrichten. Zu rasches Aufrichten nach dem Saunieren aus der Liegeposition kann Schwindel hervorrufen.

Im Normalfall wird bei einem Sauna-Aufguss dreimal aufgegossen, je nach Saunagröße von wenigen Aufgusskellen bis hin zu einem ganzen Eimer pro Runde. Dazwischen wird die Luft jeweils mit einem Tuch verwedelt und dann den Saunagästen zugefächert. Das Aroma und die Luftfeuchte verteilen sich so gleichmäßig im Raum. Die Wedel- und Fächertechniken wirken zudem – sofern nicht zu hektisch ausgeführt – beruhigend und ausgleichend.

Abkühlung ist wichtig

Nach dem Saunieren kühlt man sich und vor allem die Lungen zunächst an der (frischen) Luft ab, bevor man unter die möglichst kalte Dusche schlüpft. Auch hier gilt: Auf den eigenen Körper hören! Ist die eiskalte Dusche zunächst ungewohnt und unangenehm, duscht man einfach lauwarm und versucht, die Wassertemperatur während des Duschens runterzuregeln. Das Bad im kalten Tauchbecken ist kein Muss. Es geht bei dem kalten Abkühlen in erster Linie darum, die Hautporen wieder zu schließen, das Schwitzen zu stoppen und den Kreislauf anzuregen.

Abtrocknen nicht vergessen, sonst kühlt der Körper zu stark aus!

Ruhephase nach dem Saunieren – Enspannung für Körper und Geist

So schön saunieren auch ist, die eigentliche Entspannung setzt nach der Sauna ein. Deshalb sollte man seinem Körper die Ruhe gönnen, die er jetzt braucht. Eingekuschelt in den Bademantel oder eine Decke, sitzend oder auf einer Liege, schlafend oder lesend – hier gibt es keine Regeln. Ist man in einer öffentlichen Sauna-Anlage, sollte man natürlich – was die Lautstärke betrifft – auf die anderen Saunagäste Rücksicht nehmen.

Während des Saunierens verliert der Körper Flüssigkeit. Diese muss ersetzt werden, jedoch sollte man im Sinne der Gesundheit die Getränke mit Bedacht ausgewählt werden. Auf Alkohol sollte man nach Möglichkeit ganz verzichten, alkoholfreie Getränke sind die erste Wahl. Neben Wasser, Fruchtschorlen und Tee bieten sich auch Milchshakes, alkoholfreies Bier und Cocktails ohne Promille an.

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Dieser Beitrag ist ein Gastartikel von Sandra. Du möchtest ebenfalls einen Gastartikel auf fragilse.de veröffentlichen? Dann schick mir gerne deine Anfrage hier!

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