Ilse ist für Umweltschutz

Hallo meine Lieben,
mir liegt es sehr am Herzen, dass unsere Umwelt geschützt wird. Daher gebe ich nur Tipps zum umweltschonenden Putzen. Es ist so einfach, etwas für die Umwelt zu tun. Gerade in alltäglichen Haushaltsangelegenheiten! Chemische Putzmittel braucht kein Mensch! Doch was bewirken diese chemischen Keulen eigentlich?

Antibakterielle Reinigungsmittel hemmen Kläranlagen

Das unser verbrauchtes Wasser in Kläranlagen gereinigt wird brauche ich wohl niemandem zu erzählen. In den Kläranlagen sorgen bestimmte Bakterien für die Reinigung des Wassers.

In den Kläranlagen landen alle Abwasser und mit ihnen auch die darin enthaltenen verbrauchten Putzmittel. Antibakterielle Stoffe, wie Phenole oder Halogene, die in den Putzmitteln enthalten sind, können in größerer Konzentration die Arbeit der Bakterien der Kläranlagen hemmen. Die Reinigungsleistung der Kläranlagen nimmt also ab und das ungereinigte Wasser und die darin enthalten Schadstoffe gelangen nun in Seen und Flüsse und somit letztendlich auch in unser Trinkwasser!

Erhöhter Trinkwasserverbrauch

Was man auch nicht außer Acht lassen darf ist der Verbrauch von Trinkwasser. Auch Kläranlagen brauchen ein „Reinigungsmittel“. Und das ist sauberes Wasser.

Überdüngung der Gewässer

Phosphate sind in vielen Reinigungsmitteln enthalten. Sie sind gute Wasserenthärter und haben eine gute Schmutzträgerfunktion. Allerdings sorgen Phosphate auch für eine Überdüngung des Wassers. Das hat eine erhöhte Algenbildung, z. B. in Seen, zur Folge. Das Ökosystem wird durcheinander gebracht.

Keime werden resistent

Eine weitere Gefahr ist die Anpassungsfähigkeit von Keimen und Bakterien. Keime und Bakterien passen sich auf Dauer den aggressiven Reinigern an und dadurch entstehen immer gefährlichere Bakterien, die ernsthafte Krankheiten verursachen können (siehe auch: "Chemische Keule begünstigt Krebs").

Chemische Putzmittel verunreinigen die Luft

Forschungen haben ergeben, dass in Ballungszentren, also in unseren Städten, chemische Duftstoffe aus Reinigungs- und Waschmitteln messbar die Luft verschmutzen. Gerade bei hohen Ozonwerten im Sommer ist die Belastung hoch und es kommt zu chemischen Reaktionen, die Giftstoffe freisetzen. Und die Menschen atmen diese Giftstoffe ein.

Synthetische Duftstoffe in den Putzmitteln haben dabei noch nicht einmal eine reinigende Wirkung. Sie dienen einzig und allein dem Zweck, unangenehme Gerüche zu überdecken. Im ersten Moment erscheint das problemlos, doch nicht für Wassertiere. Diese Duftstoffe beeinträchtigen ihren Geruchssinn und damit ihr Zusammenleben und ihre Fortpflanzung.

Lösungsmittel und Ozonbildung

In vielen chemischen Reinigungsmitteln sind Lösungsmittel enthalten. Beim Gebrauch verdampfen diese und tragen im Sommer zur Ozonbildung bei. Chemische Zusätze sind bereits in unserer Nahrung festgestellt worden. Z. B. sind chlorierte Kohlenwasserstoffe weit verbreitet. Diese Stoffe sind sehr stabil und weltweit bereits in Wasser, Luft und unseren Nahrungsmitteln enthalten. Der menschliche Organismus nimmt sie leicht auf und in uns erzeugen sie chronische Gesundheitsschäden.

Steigende Müllberge

Chemische Reinigungsmittel werden oft in Plastikverpackungen verkauft. Nach dem Verbrauch landen diese Verpackungen auf dem Müll.

Luftverschmutzung durch Transport

Einen weiterer Gedanken, liegt im Grunde ganz nah und ist doch so weit weg. Viele Putzmittel werden im Ausland produziert und dann zu uns transportiert. Der Transport findet durch LKWs auf der Straße statt und diese Fahrzeuge belasten die Umwelt.

Zahlen

Jährlich finden mehr als 600.000 Tonnen Waschmittel in Deutschland ihre Anwendung. Hinzu kommen 200.000 Tonnen Weichspüler, 220.000 Tonnen Haushaltsreiniger und 250.000 Tonnen Geschirrreiniger.

Es lassen sich noch viele weitere Aspekte aufführen. Doch diese wenigen sollten bereits ausreichen, um zu alten Hausmitteln zu greifen.

Alles Liebe, eure Ilse

Du weißt es besser oder hast weitere Tipps zu diesem Thema? Dann schick mir gerne deine Anmerkung hier!

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