Der Shar-Pei im Profil

Hallo Ilse,
ich möchten mir einen Hund kaufen und es soll ein Shar-Pei sein. Ich haben gehört, dass die Tiere nicht sehr pflegeleicht sind und ständig krank werden. Stimmt das denn?
Viele Grüße

Hallo Dieter,
Ein Hund ist etwas Wunderbares. Gerade, wenn er ein freundliches und friedliches Wesen hat und damit triffst du genau die Charakterzüge eines Shar-Pei. Darüber hinaus kann er aber auch individuelle Charakterzüge haben. Er liebt seine Familie und fühlt sich zuhause am wohlsten, ist aber ein typischer Einmannhund. Er ist ein sehr stolzer und dominanter Hund (vor allem gegenüber anderen Hunden), und lässt sich nicht einfach erziehen. Mit Geduld und sanfter Erziehung kommt man aber letztendlich gut zum Erfolg und er hält sich an vorgegeben Regeln. Das solltest du bei deiner Wahl bedenken.

Der Shar-Pei ist ein besonderer Hund

Der ursprüngliche Shar-Pei kommt, wie der Name schon verrät, aus China. Früher hielten ihn sich dort vornehmlich arme Leute wie Bauern oder Fischer als Wachhunde.

In den 50er Jahren stand der Shar-Pei kurz vorm Aussterben, bis in den 70ern der Hund in Hong Kong als Rassehund vorgestellt wurde und seitdem wir er weltweit von Hundeliebhabern gezüchtet.

Auffällig bei dem Shar-Pei sind seine natürlichen Hautfalten, die ihm auch den Namen „Faltenhund“ bescheren. Der Name ist aber ein Irrtum, den Shar-Pei bedeutet aus dem chinesischem übersetzt so viel wie „Sand-Haut-Hund“.

Weniger pflegebedürftig als angenommen

Es kursieren viele Geschichten über die Pflegebedürftigkeit der Hunde. Viele beziehen sich vor allem auf die Bildung von Entzündungen in den Hautfalten. Doch entgegen dieser Geschichten muss der Hundehalter nicht ständig die Hautfalten mit Salben und Pflegemitteln einreiben. Auch müssen sie nicht täglich ausgewischt und gesäubert werden.

Es gibt für jede Hunderasse rassenspezifische Erkrankungen, auch aufgrund ihres Erscheinungsbildes, allerdings muss das nicht automatisch bedeuten, dass jeder Hund unter diesen Erkrankungen leidet. Das gibt für einen Shar-Pei genauso wie für einen Schäferhund oder einen Dackel. Und über diese Tatsache muss sich jeder bewusst sein, der sich ein Tier anschaffen will.

Man darf auch nicht vergessen, dass viele Züchter ihre Hunde züchten, weil sie die Tiere lieben und nicht weil sie schöne „Gegenstände“ zum Anschauen erzeugen wollen. Und so wird natürlich bei der Zuchtauslese sehr viel Wert darauf gelegt, dass Krankheitsanfälligkeiten weggezüchtet werden.

Der Shar-Pei verliert im Alter seine Hautfalten

Von schönen „Gegenständen“ kann beim Shar-Pei auch gar nicht die Rede sein, denn der Hund verliert im Alter seine Falten, so dass im Grunde nur noch auf der Stirn einige Exemplare zurückbleiben. Es liegt also nicht im Interesse der Züchter, dass die Tiere nur so vor Falten protzen.

Hauterkrankungen entstehen durch nachlässige Fellpflege

Angesprochene Hauterkrankungen rühren nicht von der Tatsache, dass der Hund Falten hat. Vielmehr ist die mangelnde Fellpflege die Ursache. Wie bei jedem anderen Hund sollte das Fell regelmäßig gebürstet werden, besonders, wenn der Hund sein Fell wechselt. Am besten eignet sich dafür eine harte Bürste und ein Gummistriegel. Werden die Toten Haare übrigens nicht beim Fellwechsel weggebürstet versucht der Hund durch kratzen die juckenden Haare zu entfernen. Dadurch kratzt er sich dann selbst wund!

Augenerkrankung durch Fehlzüchtung

Die Kombination der Falten mit den tiefliegenden Augen des Hundes kann zu Augenerkrankungen führen, hier wird bei der Zucht aber auch darauf geachtet, dass eine Auslese getroffen wird. Bei einigen Welpen kann es zu Problemen kommen und sie müssen operiert werden, das bedeutet aber nicht, dass jeder Shar-Pei unter’s Messer muss! Die Welpen wachsen und die Falten verschwinden, wurde ihnen zuvor Haut weggeschnitten kann es sein, dass sie beim Wachstum in Schwierigkeiten kommen und als ausgewachsene Hunde ihr Leben lang Probleme mit einem Ektropium haben!

Ohrenpflege ist wichtig

Durch die kleine Ohren neigt der Hund zu großer Ohrenschmalzbildung, daher sollte seine Ohren wöchentlich gereinigt werden.

Weiterhin benötigt ein Shar-Pei keine besondere Pflege im Vergleich zu anderen Hunden. Impfungen gegen z. B. Tollwut oder Hepatitis , genug Bewegung und die Vorsorge gegen Flöhe und Zecken sollten jedem Hund zu Gute kommen!

Ich hoffe ich habe deine Frage geklärt und dir bei deiner Entscheidungsfindung geholfen.

Beste Grüße zurück

Du weißt es besser oder hast weitere Tipps zu diesem Thema? Dann schick mir gerne deine Anmerkung hier!

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