Schlafen im Wasserbett – die richtige Auswahl, Nutzung, Pflege und mehr

Dass Schlaf für den menschlichen Körper besonders wichtig ist, ist allgemein bekannt – dass der Schlaf auf unbequemen Untergründen oftmals unterbrochen und somit nicht erholsam ist, ebenso. Dementsprechend sollte bei der Auswahl des neuen eigenen Bettes nicht spontan entschieden oder nur nach der Optik gegangen werden. Vielmehr ist darauf zu achten, dass ein erholsamer und gesunder Schlaf durch eine angenehme Liegefläche gegeben ist. Denn immerhin verbringt der Mensch etwa ein Drittel seines Lebens mit Schlafen – da darf und sollte es zu Hause doch etwas komfortabler sein.

Besonders beliebt: das Wasserbett

Wer sich ein neues Bett anschaffen möchte, der hat die Qual der Wahl, wie dieser Artikel zeigt. Heutzutage werden dem potentiellen Käufer die unterschiedlichsten Varianten geboten, vom Einzelbett über das Doppelbett, vom Futonbett bis zum Boxspringbett. Auch bei den Matratzen ist die Auswahl vielfältig, hier stehen beispielsweise Federkern- oder Kaltschaummatratzen als beliebte Varianten bereit.
Seit vielen Jahren erfreut sich aber eine Bettvariante ganz besonderer Beliebtheit: das Wasserbett. Von einigen immer noch als Luxusartikel gesehen, gibt es Wasserbetten mittlerweile auch schon in akzeptablen Preisklassen, sodass sich jeder, der bequem schlafen möchte, diese Variante leisten könnte.

Doch was genau macht das Wasserbett so beliebt? Wer noch nie auf einem solchen genächtigt hat, vermutet wahrscheinlich, dass er oder sie auf einem Wasserbett jede kleine Bewegung spüren kann. Da könnte es von Nachteil sein, wenn eine zweite Person mit im Bett schläft, die sich in der Nacht viel bewegt – ist da nicht ein ständiges Erwachen vorprogrammiert?

Wer allerdings bereits in den Genuss eines Wasserbettes gekommen ist, der weiß es besser. Denn das Schlafen auf dem Element Wasser kann sehr viel bequemer sein als das Schlafen auf einer herkömmlichen Matratze. Die Gründe dafür werden nachfolgend erläutert. Außerdem erfreut sich das Wasserbett auch einer so hohen Beliebtheit, weil es schlichtweg etwas Besonderes ist, das sicherlich nicht jeder in den heimischen vier Wänden stehen hat –sozusagen Statussymbol und außergewöhnliches Schlaferlebnis in einem.

Die Vorteile eines Wasserbettes

Anpassung an die Körperform

Masse verdrängt Wasser. Ein physikalisches Gesetz, welches allgemein bekannt ist. So verdrängt auch der menschliche Körper das Wasser in der Matratze eines Wasserbettes, wodurch diese sich wiederum an die Körperform des Liegenden anpasst. Ein zu weiches oder zu hartes Liegen gibt es demnach nicht, aufgrund der optimalen Rückenanpassung wird dieser am nächsten Morgen nicht aufgrund der Matratze schmerzen können. Das bedeutet auch, dass sich Paare keine Gedanken darüber machen müssen, welchen Härtegrad eine Matratze haben sollte, damit beide einigermaßen zufrieden sind, vorausgesetzt, sie entscheiden sich für ein Dualsystem, das aus zwei getrennten Matratzen besteht.

Auswirkungen auf die Gesundheit

Wie oben bereits kurz erwähnt, ist ein Wasserbett sehr rückenfreundlich. Die Wirbelsäule liegt hier gerade und ist durch das Wasser optimal gestützt. Dies schont die Bandscheibe und wirkt Verspannungen vor. Tatsächlich kann ein Wasserbett Rückenschmerzen lindern und eignet sich demnach insbesondere für Menschen, die Probleme im Nacken-, Rücken- und Schulterbereich haben. Auch der Wasserbett-Experte Aqua Comfort bestätigt diese Annahmen in einem ausführlichen Bericht und geht dabei nochmals näher auf die genaue Wirkungsweise ein.

Angenehm warm

Ein Wasserbett verfügt zudem über die Funktion einer Heizung. Das bedeutet, dass das Wasser per Regler auf eine gewünschte Temperatur aufgewärmt werden kann und der Besitzer somit abends in ein warmes Bett steigen kann und sich nicht mit kalten Füßen plagen muss. Besonders im Winter ist diese Funktion sehr vorteilhaft.

Kühlende Funktion im Sommer

Während das Bett im Winter warm hält, kann es im Sommer Abkühlung verschaffen. Das Wasser wird nämlich kaum wärmer als die Raumtemperatur und sondert somit eher ein kühles Gefühl als unerwünschte Wärme von unten ab.

Sehr hygienisch

Wer auf die richtige Reinigung eines Wasserbettes achtet, kann dieses viele Jahre nutzen, weitaus länger als herkömmliche Matratzen. Um Staubmilben und anderes Ungeziefer muss sich dabei niemand Sorgen machen, da diese in der Matratze eines Wasserbettes keinen Platz finden.

Wo es Vorteile gibt, gibt es in der Regel auch Nachteile. Diese sind bei einem Wasserbett aber sehr gering und durchaus verkraftbar. Zu nennen wären hier zum einen die entstehenden Kosten:

1. Einerseits fallen Stromkosten für die Heizung an (allerdings nur sehr gering),

2. Zum anderen Kosten für den Konditionierer, der am besten alle 6 bis 12 Monate nachgefüllt werden sollte, damit das Wasser nicht umkippt.

3. Daraus resultiert auch der zweite Nachteil, denn ein Wasserbett ist verhältnismäßig pflegeintensiv. Wird aber bedacht, dass eine herkömmliche Matratze immer einmal wieder ausgetauscht werden und ebenfalls gepflegt werden muss, so sind diese negativen Aspekte wohl für die meisten Nutzer verschmerzbar.

Die Wahl des richtigen Bettes

Wie bei vielen anderen größeren Anschaffungen gilt auch hier: Preise und Qualität vergleichen. Des Weiteren sollte ein Blick auf die Garantie und auf das Material geworfen werden, um mögliche Schadstoffausdünstungen zu vermeiden.

Verschiedene Designs und Ausführungen machen die Auswahl nicht unbedingt leichter, bieten aber für jeden Geschmack etwas Passendes:

Softside oder Hardside

Unter Softside ist ein freistehendes Bett zu verstehen, in dessen Rahmen aus Schaumstoff die Wassermatratze eingebettet wird. Hardside hingegen bedeutet ein Bettgestell wie es herkömmlich bekannt ist – zum Beispiel aus Metall oder aus Holz. Die Wasserbettmatratze wird dann in dieses Gestell eingelegt.

Beruhigt oder unberuhigt

Mithilfe von Einlagen können die Bewegungen des Wassers eingeschränkt werden. Im unberuhigten Zustand kann das Wasser beispielsweise noch 30 Sekunden nachschwingen, im beruhigten Zustand nur noch wenige Sekunden.

Die optimale Pflege

Ein Wasserbett pflegt sich viel leichter als manch einer vielleicht vermuten würde. Der Stoffbezug der Matratze kann ganz einfach in der Waschmaschine gewaschen werden, während das Vinyl alle vier bis sechs Wochen mit entsprechenden Vinylreinigern leicht geputzt werden sollte. Diese Reiniger säubern das Vinyl zum einen von Hautschuppen und Haaren, bewirken zum anderen aber auch, dass das Material geschmeidig bleibt und nicht so schnell porös wird. Wichtig ist außerdem, dass der Konditionierer, wie bereits erwähnt, regelmäßig nachgefüllt wird, um das Wasser nicht kippen – sozusagen schlecht werden – zu lassen. Der Konditionierer beugt außerdem Algen und unangenehmen Gerüchen vor.

Wer sich an die Reinigungs- und Pflegehinweise des jeweiligen Herstellers hält, kann in der Regel aber davon ausgehen, dass das Wasserbett viele Jahre Freude bereitet.

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