Die Anzeichen für einen Burnout

Hallo Ilse,
ich stelle bei meiner Tochter immer mehr fest, dass sie lustlos erscheint. Ebenfalls nimmt sie immer mehr ab und sieht müde aus. Sie arbeitet immer sehr viel und kommt oft erst spät am Abend nach Hause. Sind das Anzeichen für einen Burnout?
Viele Grüße

Hallo Eva,
das klingt nicht gut. Und ein Burnout ist in unserer heutigen Leistungsgesellschaft Gang und Gebe. Sehr traurig, was da passiert! Der Schwager meiner Freundin Hedwig hatte ein Burnout. Am schlimmsten wurde es, als er in einer Besprechung an der Arbeit plötzlich aufspringen und zur Toilette rennen musste. Er musste sich übergeben. Dann ist er zum Arzt gegangen.

Professionelle Hilfe in einem Fall ist wirklich sehr wichtig und oftmals müssen die Betroffenen dann ihr Leben umstellen. Gesundheit geht vor!

Burnouts werden in der Gesellschaft kaum akzeptiert

In unserer Gesellschaft etabliert sich langsam das Bewusstsein für die Krankheit Burnout. Langsam, denn es gibt immer noch Ärzte, die keine Diagnose eines Krankheitsbildes stellen können oder wollen.

Es kommt noch hinzu, dass Vorgesetzte und Kollegen kein Verständnis für die „Drückeberger“ haben, die ihre Aufgaben nicht bewältigen können.

Am schlimmsten ist aber die Erfahrung für die Betroffenen, an eigene Grenzen zu stoßen. Und diese müssen akzeptiert werden.

Woran erkennt man ein Burnout?

Ein Burnout lässt sich im Grunde ganz einfach feststellen. Es gibt dafür viele Zeichen, die man einfach nur beachten muss. Dabei lassen sich zwei Gruppen unterscheiden: körperliche und psychische Symptome.

Körperliche Symptome eines Burnouts

Bei Burnout-Patienten werden oft Nährstoffmangel und toxische Vergiftungserscheinungen bestimmter Stoffe festgestellt. Der Stoffwechsel eines Burnout-Patienten arbeitet nicht mehr richtig und er wird anfällig für chronische Viruserkrankungen. Das Resultat eines Burnouts sind Kraft- und Energiemangel, gegen die selbst regelmäßige Bewegung nichts mehr tun kann. Zumindest funktioniert das nicht so schnell.

Psychische Anzeichen

Körperliche und psychische Symptome bedingen sich. Und neben der körperlichen Erschöpfung leiden diese Menschen auch an geistiger Erschöpfung. Sie haben immer wieder das Gefühl, dass sie nicht mehr können. Sie verdrängen dieses Gefühl genau wie kleine Probleme aus dem Alltag. „Das geht schon!“, ist eine häufige Aussage. Menschen mit einem Burnout ziehen sich zurück in ihre eigene Welt und brechen soziale Kontakte zu Familie und Freunden ab. Ein sehr sarkastisches Zitat aus einem Hollywood-Film lautet:

„Wenn dein Privatleben den Bach runter gegangen ist ist es Zeit für eine Beförderung.“

Das ist ein sehr böses Zitat, spiegelt aber auf eine provokante Art die heutige Leistungsgesellschaft wieder.

Doch das Zurückziehen ist nur der erste Schritt, das Bild eine Burnouts ist viel weitgreifender. Es folgen Angstzustände und Depressionen. Es baut sich eine innere Leere auf, die sich in Essstörungen wiederspiegeln kann. Um diese innere Leere auszufüllen kommt es sogar gar nicht so selten zu Drogenkonsum und Alkoholismus. Von der Möglichkeit eines mentalen Zusammenbruchs und einer Suizidgefahr will ich erst gar nicht anfangen!

Rede mit deiner Tochter. Sprich ihr gut zu und sorge dafür, dass sie einen Arzt aufsucht. Burnout ist eine gefährliche Sache. Ich wünsche euch alles Gute

Du weißt es besser oder hast weitere Tipps zu diesem Thema? Dann schick mir gerne deine Anmerkung hier!

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